Sind wir Hundehalter masochistisch? (Mein persönlicher Leidensweg in mehreren Teilen) Teil I

Nach den letzten 48 Stunden stelle ich mir diese Frage wieder und wieder und…

Wie ihr ja nun wisst, lebt seit ziemlich genau einem Jahr ein gewisser Bullterrier in meiner WG. Er hat absolut das Potenzial, mich in den psychischen Ruin zu treiben. Aber fangen wir doch mal ganz vorne an…

Es begann alles am Freitag den 19.07.1996 um 18 Uhr. König Heinrich der Einzige kam um die Ecke und wurde mir feierlich übergeben. Mit zwei zerkauten Plastiknäpfen, eine kaputte Lederleine, einen Kettenwürger, ein kompletter Flohzirkus und eine Ganzkörper Baustelle namens Hund. Das war der Tag, an dem ich mich von Urlaub in der Südsee, Spontantrips nach England etc. verabschieden musste. Gut, damals war ich mir dessen nicht bewusst aber wer weiß wozu es gut war. So gab es ja den ein oder anderen Terroranschlag oder evtl. Komplikationen beim Check in…

Heinrich war/ist mein Selenhund und darauf bin ich verdammt stolz, denn ich war eine der wenigen Auserwählten. Er war cool, souverän, ständig krank und kostete mich in 14 Jahren WG Zeit locker die ein oder andere Urlaubsreise.

Auf Grund seiner zum Teil doch heftigen Übellaunigkeit gegenüber adulten Ungeziefer (Menschen), konnte ich ihn nicht in eine Pension bringe. Wahrscheinlich hätte ich nach 2 Stunden einen unangenehmen Anruf bekommen. Ich stellte mir den Wortlaut etwa so vor:

Hohlen sie SOFORT diese Töle hier ab… S O F OR T!!!

Im Laufe der Zeit wurde er etwas toleranter nur leider war er jetzt zu alt, um ihn ruhigen Gewissen in eine Pension zu geben. Also, wieder nichts mit Urlaub…

Er wurde älter und älter und älter…. dann kam der 19.03.2010 unsere Wege trennten sich.

Heinrich wurde 18 Jahre alt und hat mich davon 14 Jahre aufs übelste tyrannisiert. Doch trotzdem war er so grandios, dass jeder Faser meines Seins, diesen Hund vermisst.

Mir war klar, ich will keinen zweiten Hund mehr. Wer bitte sollte in die Fußstapfen des Tyrannen treten können. Jlo machte mir aber einen Strich durch die Rechnung. Er wollte nicht allein sein und litt fürchterlich. So ging es relativ fix und wir entschieden, ein zweiter Hund muss her. Diesmal wollte ich mir meinen Traum endlich erfüllen. Ein Bulli soll es sein! Nach Heinerle & Jlo kann mich nichts mehr schocken… dachte ich. Und dann kam Alfred.

Weiter geht es hier zu Teil II

Kommentar schreiben

Kommentare: 0