10 goldenen Regeln der Hundeerziehung!

In vielen Hundeschulen gibt es die sogenannten 10 goldenen Regeln der Hundeerziehung.
Dem armen unwissenden Hundehalter wird suggeriert, dass wenn er sich daran hält, der Hund sich dem Menschen UNTERORDNET und ihn als CHEF akzeptiert...
Ich bin da ja anderer Meinung, wie man zu einer guten Beziehung zu seinem Hund kommt und habe mich deshalb sehr genau mit diesen Regeln auseinander gesetzt ;-)
Ich habe festgestellt, dass die Regeln gar nicht so blöd sind. Deswegen möchte ich mal meine Erklärung zum Besten geben.

 

 

1. Die Bewegungsfreiheit des Hundes einschränken (ihm das Betreten bestimmter Zimmer nicht gestatten; z.B. nicht in die Küche lassen oder ihn öfter mal auf seinen Platz schicken).

Also das mache ich auch. Besonders seit ich mich mal ganz böse auf die Schnauze gelegt habe, als Alfred beim kochen auf einmal aus dem Nichts heraus mitten in der Küche lag und ich über ihn gefallen bin! Außerdem darf er nicht mehr in den Raum, wo der Wäscheständer steht und meine Handschuh lagern... denn die würde er direkt auffressen!

 

2. Ihm keine erhöhten Plätze zugestehen. Also nicht ins Bett oder auf's Sofa. Wenn Sie es aber unbedingt wollen: dann darf er aber immer nur auf Ihr Kommando dorthin und nur, solange Sie es wollen.

Das finde ich auch absolut logisch! Denn wer einen Bulli im Haus hat, der weiß, dass die Haare Teufelswerk sind! Sie bohren sich in jeden Stoff und warten so lange, bis sich jemand hinsetzt, der feinen Zwirn trägt. In diesem Moment wandern die Biester direkt ab und die schwarze Stoffhose ist ruiniert.
Besonders tragisch ist ein Bulli im Bett. Denn natürlich legt sich dieser direkt auf das Kopfkissen und haart was der Pelz hergibt. Damit Mensch nachts unter Pseudokrupp Anfällen geschüttelt aufwacht um sich gleich am nächsten Morgen besorgt zum Arzt zu schleppen mit dem unguten Gefühl, er hätte evtl. Tuberkulose. So mancher Mensch wurde schon euthanasiert, auf Grunde einer Fehldiagnose... sehr tragisch!

 

3. Ihn nicht vor dem Menschen aus der Tür, aus dem Haus stürmen lassen. Sie sind der Rudelführer, Sie bestimmen auch draußen, wo's langgeht.

Natürlich ist diese Regel absolut zutreffend! Denn auch hier ist wieder das Problem: Chaos!
Stell Dir vor, du öffnest die Tür und dein Hund stürmt raus. In dem Moment kommt dein Nachbar und schlägt einmal lang hin, weil er über die gespannte Leine fällt. Dein Bulli findet das toll und stürzt auf deinen Nachbarn... um ihn abzuschlecken. Daraus könnte sich folgendes entwickeln:
1. Du hast eine Anzeige am Hals, wegen eines übergriffigen Kampfhundes.
2. Du lernst einen netten Typen/Frau kennen und ihr Beide zeugt Kinder, kauft euch ein Haus und pflanzt einen Baum.

Nun kommen wir zu dem Punkt mit der Richtung vorgeben... hm, schwere Sache das ist!
Wenn es nur einen Weg vom Haus weg gibt (wie in meinem Fall), frage ich mich, wie man jemals mit dem Hund spazieren gehen kann. Ich werde mir noch mal Gedanken dazu machen...

 

4. Den Hund nicht vor der Familie füttern, sondern erst danach. Wenn sich das nicht mit Ihrem Tagesrhythmus vereinbaren lässt: Füttern Sie den Hund wann Sie wollen, aber bevor er seine Schüssel bekommt, tun Sie jedes Mal so, als ob Sie selbst einen Happen daraus essen würden.

Ihhhh... also das mache ich bestimmt nicht! Ich halte doch nicht meine Nase in den Napf, wenn ich Blättermagen verfüttere. Und mal ganz ehrlich, für einen Bulli ist NACH dem Fressen, VOR dem Fressen.
Außerdem ist es doch dem Bulli an sich egal, ob man vorher so tut als ob..., das Futter bekommt er doch so oder so.


5. Ihn niemals am Tisch mit dem eigenen Essen füttern, nicht betteln lassen: die Umgebung vom Tisch während des Essens zu einer Hunde-Verbotszone erklären.


Hallo?! Also freiwillig lass ich ihn nicht an den Tisch. Da aber der gemeine Bulli an sich, die Kunst der Hypnose und der Telekinese beherrscht... Man gibt dem Bulli nichts vom Tisch, er sorgt schon selbst dafür. Auffallen tut es erst, wenn Mensch aus der Hypnose erwacht und der Teller leer ist!


6. Vor dem Füttern eine Gehorsamsübung abverlangen; z.B. Sitz.


Oh, oh, oh das macht wirklich Sinn! Denn es ist echt großer Mist, wenn man mit vollem Napf durch die Küche marschiert und er einem von unten aus der Hand geschubst wird. Das ist eine riesige Schweinerei, wenn der Inhalt des Napfes sich über den frisch gewischten Fliesen verteilt und dann noch mit viel Sabber aufgeschleckt wird. Das gibt eine schmierige Mischung. Besonders widerlich ist es, wenn sich im Napf blutige Innereien befinden... köstlich!


7. Streicheln, Spielen, Füttern gehen immer vom Hundeführer aus; nie auf Aufdringlichkeiten des Hundes reagieren.


Hihi... das ist mein Lieblings Punkt! Da ein Bulli von Haus aus NIE Aufdringlich ist  *Ironie-off *
Mal im ernst, wer es wirklich schafft, sich einen Bulli vom Leib zu halten und ihn NICHT zu streicheln, verdient mein aller größten Respekt!
Solltest du echt auf den Gedanken kommen, deinen Bulli zu ignorieren... VIEL SPAß!
Solltest du es doch tun, wird er sich nicht nur versuchen dich anzustubsen, sondern er wird sich auf dich drauf legen und dir deine Seele mit einem tiefen Blick in deine Augen rauben. Du wirst in der Hölle schmoren!


8. Befehle nie vom Hund aufheben lassen (z.B. Platzbefehl kontrollieren, d.h. in seiner Nähe patrouillieren und jede Aufsteh-Bewegung unterbinden).

Was ist aber, wenn ich noch unter Hypnose stehe und mein Bulli den Befehl nicht aufhebt?!
Merkt der Autor selbst... wah?
Mich unkt, ich habe Punkt 8. nicht korrekt verstanden...


9. Dem Hund keine Besitztümer zugestehen; kein Spielzeug, keine Kauknochen usw. herumliegen lassen, sondern nach dem Spiel wegräumen.


hm... wohin muss ich MICH dann räumen? Denn schließlich gehöre ich zu dem Besitzt meines Bullis. Verzwickt!


10. Bei schlechtem Benehmen längere Zeit komplett ignorieren.

Meint der Autor mich oder den Hund?
Sollte er mich meinen... dann habe ich ein riesen Problem!
Sollte er den Bulli meinen... dann hat er ein riesen Problem!
Egal wie man es dreht und wendet, wir müssten uns dann 95 % unserer gemeinsamen Zeit ignorieren. Das würde ich ziemlich schade finden, denn eigentlich fühle ich mich in seiner Gesellschaft recht muckelig und möchte ihn gern bei mir auf dem Sofa haben.
Über ihn fluchend in der Küche fallen um dann von ihm feierlich abgeschleckt zu werden. Na gut, den Pansen, den ich über mich gekippt habe!
Eigentlich finde ich sein schlechtes Benehmen sehr unterhaltsam und eben dieses macht ihn ja schließlich aus!
(Mich übrigens auch...)

 

 

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